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Berufswechsel

Teil von Weiterbildung für Berufswechsel: Förderung, Dauer und Kosten in Deutschland

Weiterbildung für Berufswechsel mit 5 Beispielen zu Kosten und Förderung

Kosten Weiterbildung Berufswechsel: fünf Beispiele mit Anbietern, Dauer, Bruttopreisen und Förderanteil über Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG oder Stipendium.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fünf Lehrgänge kosten zwischen 1.600 und 9.500 Euro brutto, dazu oft 300 bis 600 Euro Prüfungsgebühr.
  • Bildungsgutschein100 Prozent der Lehrgangskosten, dazu Fahrtkosten und Kinderbetreuung.
  • Aufstiegs-BAföG50 Prozent Zuschuss, 50 Prozent zinsgünstiges KfW-Darlehen.
  • Weiterbildungsstipendiumbis zu 2.400 Euro pro Jahr, Antrag über die Kammer.
  • Weiterbildungsgeld bei Vollzeit60 Prozent des pauschalierten Nettoentgelts ohne Kind, 67 Prozent mit Kind.

Fünf Weiterbildungen mit Kosten, Dauer und Förderung

WeiterbildungAnbieter (Beispiele)DauerLehrgangskosten bruttoPrüfungsgebührFörderung
Pflegefachkraft, AnpassungsqualifizierungDAA, IBB, WBS Training6 bis 12 Monate2.400 bis 4.800 Euroje nach KammerBildungsgutschein, 100 Prozent
Industriefachwirt (IHK)IHK Akademie München, WBS Training12 bis 24 Monate3.500 bis 5.200 Eurorund 600 EuroAufstiegs-BAföG, 50 Prozent
Staatlich geprüfter TechnikerDAA-Technikum, Fachschulen der Länder24 bis 48 Monate6.500 bis 9.500 Euro300 bis 600 EuroAufstiegs-BAföG, 50 Prozent
IT-Spezialist, ZertifikatskursGFN, IBB, WBS Training3 bis 12 Monate3.000 bis 8.000 Euro250 bis 400 EuroBildungsgutschein, 100 Prozent
Projektmanager, ZertifizierungGPM, PMI, PRINCE2-Anbieter5 bis 20 Tage1.600 bis 4.300 Euromeist enthaltenBildungsgutschein oder Stipendium

Alle Preise stammen aus den öffentlich einsehbaren Kurslisten der genannten Träger, Stand 2025, und sind Bruttospannen. Verbindlich ist das schriftliche Angebot des Trägers.

Für die Pflegefachkraft führen DAA, IBB und WBS Training Lehrgänge zwischen sechs und zwölf Monaten. Der Industriefachwirt ist eine IHK-Prüfung, auf die die IHK Akademie München und WBS Training in zwölf bis 24 Monaten vorbereiten. Staatlich geprüfte Techniker lernen an Fachschulen oder beim DAA-Technikum. IT-Kurse zu CompTIA Security+ oder Microsoft Azure Administrator dauern drei bis zwölf Monate.

Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit

de/karriere-und-weiterbildung/bildungsgutschein) übernimmt bei förderfähigen Lehrgängen die vollen Lehrgangskosten. Hinzu kommen Fahrtkosten und bis zu 130 Euro je Kind und Monat für die Kinderbetreuung. Voraussetzung sind ein anerkannter beruflicher Bedarf, ein nach AZAV zugelassener Träger und ein Kurs, der noch nicht begonnen hat. Für die Pflegefachkraft und für IT-Kurse zu IT-Sicherheit oder Cloud ist er der übliche Weg.

Der Eigenanteil liegt bei null Euro.

Aufstiegs-BAföG: 50 Prozent Zuschuss, 50 Prozent Darlehen

Aufstiegs-BAföG fördert Aufstiegsfortbildungen wie Fachwirt, Techniker oder Meister mit einem Zuschuss von 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Die zweite Hälfte läuft als zinsgünstiges Darlehen der KfW und muss nur abgerufen werden, wenn sie gebraucht wird. Den Antrag nimmt das Amt für Ausbildungsförderung entgegen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beschreibt die Förderung der beruflichen Weiterbildung.

Beispielrechnung Industriefachwirt: 4.200 Euro Lehrgang plus 600 Euro IHK-Prüfung ergeben 4.800 Euro. 2.400 Euro trägt der Zuschuss, 2.400 Euro das Darlehen.

Weiterbildungsstipendium: Kriterien und Fristen

400 Euro pro Jahr, verteilt über drei Jahre. Es richtet sich an Fachkräfte unter 25 Jahren, die ihre Ausbildung mit mindestens 87 Punkten oder besser als Note 2,0 abgeschlossen haben. Der Antrag läuft über die zuständige Kammer und muss innerhalb von drei Jahren nach dem Ausbildungsabschluss gestellt werden.

Gefördert werden fachliche Lehrgänge, Zertifikatskurse und Sprachkurse; die Maßnahme darf erst nach der Bewilligung beginnen. de/de/ueber-uns/gesellschaften/dihk-bildungs-ggmbh) bündelt Lehrgänge der IHK-Weiterbildung, darunter Fachwirt- und Projektmanagement-Kurse.

Verdienstausfall und Qualifizierungschancengesetz

Wer zwölf Monate in Vollzeit lernt, verliert in dieser Zeit sein Gehalt. Die Agentur für Arbeit zahlt während einer geförderten Vollzeitmaßnahme Arbeitslosengeld oder Weiterbildungsgeld; das Weiterbildungsgeld liegt in Höhe des Arbeitslosengeldes, also bei 60 Prozent des pauschalierten Nettoentgelts ohne Kind und 67 Prozent mit Kind. 340 Euro mit Kind.

Bei Abendkursen bleibt das Gehalt erhalten, dafür entfällt die Förderung häufig.

Beschäftigte können über das Qualifizierungschancengesetz gefördert werden, wenn ihre Tätigkeit durch Technologie oder Strukturwandel gefährdet ist. Der Zuschuss zu den Lehrgangskosten beginnt bei 50 Prozent, für kleine und mittlere Unternehmen sind höhere Sätze möglich. Die Agentur für Arbeit informiert Betriebe über die Förderung von Weiterbildung.

Kosten prüfen und Förderung beantragen

  1. Trägerzulassung nach AZAV in der Kursdatenbank der Agentur für Arbeit prüfen.
  2. Drei schriftliche Angebote samt Prüfungsgebühren vergleichen.
  3. Förderantrag vor dem Kursbeginn abgeben.
  4. Vertrag erst nach der Bewilligung unterschreiben.
  5. Beim Arbeitgeber das Qualifizierungschancengesetz ansprechen.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Lehrgangskosten für einen Fachwirt?

Der Lehrgang kostet 3.500 bis 5.200 Euro brutto, die IHK-Prüfung rund 600 Euro. Aufstiegs-BAföG gibt 50 Prozent als Zuschuss, der Rest ist ein KfW-Darlehen.

Was übernimmt der Bildungsgutschein?

Er übernimmt die vollen Lehrgangskosten, dazu Fahrtkosten und Kinderbetreuung. Der Antrag muss vor Kursbeginn gestellt sein.

Gilt Aufstiegs-BAföG auch für Projektmanager?

In der Regel nicht. Es gilt für Aufstiegsfortbildungen wie Fachwirt, Techniker oder Meister.

Muss der Antrag vor der Buchung gestellt werden?

Ja. Gefördert werden nur Maßnahmen, die noch nicht begonnen haben.

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