Weiterbildung für Berufswechsel: Anbieter, Abschlüsse und Förderung im Überblick
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Berufswechsel

Teil von Weiterbildung für Berufswechsel: Förderung, Dauer und Kosten in Deutschland

Weiterbildungen für Berufswechsel im Überblick mit Anbietern und Abschlüssen

Weiterbildungen für den Berufswechsel: konkrete Anbieter von IHK bis Fernhochschule, Abschlüsse wie Umschulung, Fachwirt, Techniker und Bachelor samt Förderung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fünf Gruppen tragen den BerufswechselIHK, Handwerkskammern, Volkshochschulen, Träger mit AZAV-Zulassung und Fernhochschulen.
  • Umschulung, Fachwirt, Techniker und Bachelor erkennt der Arbeitsmarkt an.
  • Förderfähig sind vor allem Maßnahmen bei Trägern mit AZAV-Zulassung, meist über den Bildungsgutschein.
  • Prüfen Sie zuerst Abschlussart und Dauer, danach die Förderung. Der Anbieter folgt aus diesem Ergebnis.

Anbieter und ihre konkreten Lehrgänge

Die Liste nennt Träger und Lehrgänge, die für einen Berufswechsel infrage kommen.

Anbieter Lehrgang oder Abschluss Dauer Förderung Kosten oder Förderhinweis

Anbieter und Abschlüsse im Vergleich

IHK/DIHK

Abschluss
Fachwirt, Meister
Dauer
6–24 Monate
Förderung
Bildungsgutschein

Handwerkskammern

Abschluss
Meister, AEVO
Dauer
6–36 Monate
Förderung
Bildungsgutschein

VHS

Abschluss
Zertifikate
Dauer
Wochen bis Monate
Förderung
teils AZAV

AZAV-Träger

Abschluss
Umschulung
Dauer
12–24 Monate
Förderung
Bildungsgutschein

Kostenspannen je Lehrgangsart: Volkshochschulkurse kosten meist eine geringe Kursgebühr, oft dreistellig. Kammerlehrgänge liegen häufig im vierstelligen Bereich. Umschulungen kosten ohne Förderung meist fünfstellig, mit bewilligter Förderung sind sie für Teilnehmende kostenfrei. Fernstudiengänge kosten je nach Hochschule und Dauer vier- bis fünfstellig. Verbindliche Preise nennt der Anbieter.

Für kaufmännische Wechsel lohnt der Blick auf zwei Kammerabschlüsse: den Geprüften Wirtschaftsfachwirt und den Geprüften Handelsfachwirt. Beide bauen auf einer Ausbildung auf und sind in vielen Betrieben bekannt.

Die IHK prüft Aufstiegsfortbildungen wie den Geprüften Fachwirt für Büro- und Projektorganisation oder den Geprüften Industriemeister. Vorbereitungskurse organisiert die DIHK-Bildungs-gGmbH mit regionalen Bildungshäusern.

Handwerkskammern führen Meisterkurse und die Ausbildereignungsprüfung durch, etwa zum Friseurmeister oder Elektrotechnikmeister. Wer aus dem Büro ins Handwerk wechselt, bekommt dort eine geregelte Prüfungsordnung.

Volkshochschulen bieten kurze Lehrgänge, Sprachzertifikate und Buchhaltungskurse. Für einen kompletten Berufswechsel reicht das selten. Als Einstieg sind sie günstig und wohnortnah.

Träger wie WBS Training, GFN, IBB, DAA, bfw und die DEKRA Akademie führen Umschulungen durch.

Fernhochschulen vergeben Bachelorabschlüsse in Betriebswirtschaft, Informatik oder Sozialer Arbeit. Bekannt sind die FernUniversität in Hagen, die IU Internationale Hochschule, die SRH Fernhochschule und die AKAD University. Ein Studium dauert länger, lässt sich aber berufsbegleitend planen.

Vergleichen Sie Anbieter nach Kosten, Prüfungsqualität und Flexibilität. Kammerlehrgänge sind stark anerkannt, aber oft teuer und wenig flexibel; Volkshochschulen sind günstig und wohnortnah, aber selten für einen kompletten Wechsel geeignet; AZAV-Träger sind förderfähig, Fernhochschulen flexibel, aber lang und meist selbst zu zahlen.

Abschlüsse: Umschulung, Fachwirt, Techniker, Bachelor

Die Umschulung führt zu einem anerkannten Ausbildungsberuf, etwa Pflegefachfrau, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder Kaufmann für Büromanagement. Sie dauert meist zwei Jahre, mit Vorerfahrung kürzer. Voraussetzung ist ein Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit.

Fachwirt und Fachkaufmann sind kaufmännische Aufstiegsfortbildungen der Kammern, etwa Geprüfter Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel oder Geprüfter Fachkaufmann für Einkauf und Logistik. Sie laufen berufsbegleitend achtzehn bis vierundzwanzig Monate und enden mit einer Kammerprüfung.

Den Techniker vergeben Fachschulen als staatlichen Abschluss, etwa in Elektrotechnik, Maschinenbautechnik oder Bautechnik. In Vollzeit dauert die Ausbildung zwei Jahre, berufsbegleitend länger. Nötig ist eine einschlägige Ausbildung.

Der Bachelor steht an Fernhochschulen teils ohne Abitur offen, wenn eine berufliche Qualifikation anerkannt wird. Üblich sind sechs bis acht Semester. Typische Fächer sind Betriebswirtschaft, Informatik und Soziale Arbeit.

Für kaufmännische Zielberufe passt der Fachwirt, für technische der Techniker, für IT und Soziales der Bachelor, für Pflege und Handwerk die Umschulung.

Aufnahmekriterien, Dauer und AZAV-Zulassung

Die AZAV, die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung, regelt, welche Träger und Maßnahmen staatlich gefördert werden. Die Zulassung erteilen fachkundige Stellen, etwa Zertifizierungsgesellschaften der Kammern. Sie gilt befristet.

Prüfen Sie vor der Anmeldung:

Aufnahmekriterien und AZAV-Zulassung

  • gültiges AZAV-Zertifikat des Trägers
  • Abschluss mit Prüfung durch Kammer, Fachschule oder Hochschule
  • Dauer und Form, Vollzeit oder berufsbegleitend
  • Förderfähigkeit über Bildungsgutschein oder Arbeitgeberzuschuss

Reine Zertifikate ohne Prüfung tragen einen Berufswechsel selten. Welche Wege die berufliche Weiterbildung fördert, fasst das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen.

Förderung: Bildungsgutschein und Zuschüsse des Arbeitgebers

Der Bildungsgutschein übernimmt bei anerkanntem Bedarf die Lehrgangskosten. Beschäftigte erhalten Zuschüsse oft über den Arbeitgeber. Betriebe können Mittel nach dem Qualifizierungschancengesetz beantragen. Wie die Agentur für Arbeit sie dabei unterstützt, steht unter Förderung von Weiterbildung für Unternehmen.

So gehen Sie vor:

Förderung und Bildungsgutschein

  1. Beratung bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter vereinbaren.
  2. Träger mit AZAV-Zulassung und Abschluss mit Prüfung wählen.
  3. Bildungsgutschein vor Maßnahmenbeginn beantragen.
  4. Weiterbildungsgeld, Fahrtkosten und Kinderbetreuung klären.
  5. Vertrag erst nach Bewilligung unterschreiben.

Wer erst nach Vertragsabschluss beantragt, verliert den Anspruch.

Häufige Fragen

Welcher Anbieter passt zu meinem Berufswechsel?

Das hängt vom Abschluss ab. Für eine Umschulung brauchen Sie einen Träger mit AZAV-Zulassung, etwa WBS Training, bfw oder die DEKRA Akademie. Kammerabschlüsse laufen über die IHK oder Handwerkskammer.

Welche Abschlüsse erkennt der Arbeitsmarkt an?

Kammerprüfungen, staatliche Technikerabschlüsse und Hochschulgrade sind anerkannt. Zertifikate privater Anbieter wirken nur mit AZAV-Zulassung und klarem Prüfungsbezug.

Wie lange dauert eine geförderte Weiterbildung?

Geförderte Umschulungen laufen meist zwei Jahre, in Teilzeit länger. Die übrigen Lehrgangsarten stehen mit ihrer Dauer in der Tabelle oben.

Wer übernimmt die Kosten?

Bei Förderfähigkeit trägt die Bundesagentur für Arbeit die Lehrgangskosten. Sonst zahlen Sie selbst oder verhandeln einen Zuschuss mit dem Arbeitgeber.

Ist eine Umschulung in Teilzeit möglich?

Viele Träger bieten Teilzeitmodelle an. Die Dauer verlängert sich, die Förderfähigkeit bleibt bei einer zugelassenen Maßnahme erhalten.

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