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Berufsbilder

Teil von Berufsbilder im Vergleich mit Aufgaben, Gehalt und Aufstiegschancen in Deutschland

Einstiegsgehälter Berufsbilder: Mediane statt Einstiegslohn im Entgeltatlas

Einstiegsgehälter Berufsbilder: Mediane 2024 aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für zwölf Berufe, dazu Region, Vollzeit und Tarifbindung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zwölf Berufsbilder, mediane Bruttomonatsverdienste 2024 in Vollzeit: von 2.150 Euro im Friseurhandwerk bis 5.150 Euro im Bauingenieurwesen.
  • Einstiegsgehälter BerufsbilderDie genannten Werte sind Mediane über alle Erfahrungsstufen, keine Einstiegslöhne.
  • In Ostdeutschland liegen die Mediane je nach Beruf 10 bis 20 Prozent niedriger als im Bundesdurchschnitt.
  • Die Werte gelten für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit, nicht für einzelne Betriebe.
  • Tarifgebundene Beschäftigte verdienen nach der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts mehr als Beschäftigte ohne Tarifvertrag.
  • Im öffentlichen Dienst ergibt sich der Einstieg aus Entgeltgruppe und TVöD-Stufe.

Zwölf Berufsbilder und ihre Medianwerte

Die Werte sind gerundet und bezeichnen den Median: Die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient mehr, die andere Hälfte weniger.

Medianverdienste nach Berufsbild

  • Bauingenieurwesen5.150
  • Fachinformatik4.750
  • Bankkaufleute4.500
  • Mechatronik4.200
  • Gesundheits- und Krankenpflege3.900
  • Friseurhandwerk2.150
BerufsbildMedian DeutschlandMedian Ostdeutschland
Gesundheits- und Krankenpflege3.900 Euro3.500 Euro
Altenpflege3.650 Euro3.250 Euro
Erzieherinnen und Erzieher3.750 Euro3.400 Euro
Verkauf im Einzelhandel2.600 Euro2.350 Euro
Kraftfahrzeugtechnik3.450 Euro3.050 Euro
Mechatronik und Automatisierungstechnik4.200 Euro3.700 Euro
Fachinformatik4.750 Euro4.200 Euro
Industriekaufleute3.800 Euro3.300 Euro
Bankkaufleute4.500 Euro4.000 Euro
Bauingenieurwesen5.150 Euro4.500 Euro
Dachdeckerei3.250 Euro2.900 Euro
Friseurhandwerk2.150 Euro1.950 Euro

Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Median liegen 3.000 Euro monatlich. Ein Teil dieses Abstands folgt dem Anforderungsniveau: Helferberufe stehen unter Fachkraftberufen, Spezialisten und Experten darüber.

Diese Mediane sind keine Einstiegsgehälter im engen Sinn. Sie erfassen Beschäftigte aller Erfahrungsstufen. Wer den Einstieg abschätzen will, filtert im Entgeltatlas nach Anforderungsniveau und Bundesland.

Woher die Zahlen kommen

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beruht auf der Entgeltstatistik aus den Integrierten Erwerbsbiografien, also auf Arbeitgebermeldungen an die Sozialversicherung. Der Abruf lässt sich nach Beruf, Bundesland, Branche, Anforderungsniveau und Unternehmensgröße eingrenzen. Entgeltatlas und Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit stehen im selben Portal bereit.

Die Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts ist eine amtliche Erhebung mit anderem Zuschnitt. Sie weist Bruttoverdienste nach Wirtschaftszweig, Beruf und Tarifbindung aus und trennt Vollzeit, Teilzeit sowie geringfügige Beschäftigung.

Beide Quellen liefern Mediane oder Durchschnitte, keine Zusagen für einen einzelnen Arbeitsvertrag. Die Zahlen fallen unterschiedlich aus, weil Erhebungsweg, Berufsklassifikation und Stichtag abweichen.

Vollzeit, Region und Tarifbindung als Stellschrauben

Der Entgeltatlas weist Monatswerte für Vollzeit aus. Teilzeitwerte sind wegen der geringeren Stundenzahl nicht direkt vergleichbar; für einen belastbaren Vergleich rechnet man beide Angaben auf Bruttostundenverdienste um.

Medianwerte West- und Ostdeutschland

Deutschland

Fachinformatik
4.750 Euro
Bauingenieurwesen
5.150 Euro
Gesundheits- und Krankenpflege
3.900 Euro
Friseurhandwerk
2.150 Euro

Ostdeutschland

Fachinformatik
4.200 Euro
Bauingenieurwesen
4.500 Euro
Gesundheits- und Krankenpflege
3.500 Euro
Friseurhandwerk
1.950 Euro

Regional zeigt sich ein klares Muster. Ostdeutsche Mediane liegen unter den westdeutschen, Ballungsräume über dem ländlichen Umfeld. Die Abstände sind berufsabhängig, in technischen Berufen meist größer als in Pflege- und Sozialberufen.

Die Tarifbindung wirkt in dieselbe Richtung. Für den Vergleich liefert die Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts Werte nach Wirtschaftszweig. Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben erzielen höhere Bruttomonatsverdienste als Beschäftigte ohne Tarifbindung.

Rechenbeispiel: Jahresbrutto aus Medianwerten

Ein Median von 4.750 Euro (Fachinformatik, Deutschland) ergibt 57.000 Euro Jahresbrutto bei zwölf Monatszahlungen. Für Ostdeutschland lauten die Werte 4.200 Euro und 50.400 Euro. Die Differenz beträgt 6.600 Euro im Jahr. Beispielrechnung ohne Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen und Steuern.

Einstieg nach Tarif: Entgeltgruppe und TVöD-Stufe

Im öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes gilt der TVöD, für die Länder der TV-L mit eigener Tabelle. Der TVöD kennt die Entgeltgruppen E1 bis E15 und je Entgeltgruppe sechs Stufen. Neue Beschäftigte starten in der Regel in Stufe 1; anerkannte einschlägige Berufserfahrung kann den Einstieg in Stufe 2 begründen.

Innerhalb einer Entgeltgruppe steigt das Entgelt mit der Stufe, zunächst nach einem Jahr, danach in längeren Abständen. Die Beträge stehen in den Entgelttabellen des TVöD; der Entgeltatlas bildet sie nicht ab.

Weiterbildung verändert die Eingruppierung, wenn sie zu einer höher bewerteten Tätigkeit führt. Informationen zu Aus- und Weiterbildung bündelt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Häufige Fragen

Sind die Mediane im Entgeltatlas Einstiegsgehälter?

Nein. Sie umfassen alle Beschäftigten des Berufs. Der Einstieg liegt meist unter dem Median, besonders in Berufen mit langer Erfahrungsstaffelung.

Warum weichen Entgeltatlas und Verdiensterhebung voneinander ab?

Die Entgeltstatistik wertet Sozialversicherungsmeldungen aus, die Verdiensterhebung befragt Betriebe. Unterschiedliche Berufsklassifikationen und Zeiträume erklären die Abstände.

Wie stark wirkt die Tarifbindung auf das Einstiegsgehalt?

Tarifgebundene Betriebe zahlen nach Tabelle, mit festen Stufen und festen Zuschlägen. Ohne Tarifbindung hängt das Einstiegsgehalt stärker von Betrieb, Region und Verhandlung ab.

Wie viele Stufen hat der TVöD?

Sechs Stufen je Entgeltgruppe. Der Aufstieg erfolgt nach festen Zeiten, beginnend mit einem Jahr in Stufe 1.

Welchen Unterschied macht die Region?

Ostdeutsche Mediane liegen unter den westdeutschen, Stadtregionen über dem Umland. Die Größe des Abstands hängt vom Berufsbild ab.

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